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Projekte - Feuerhaus - Reinigungsritual


Das Feuerhaus ist eine uralte Reinigungszeremonie für Körper, Geist und Seele.

Die eiförmige Hütte ist aus Weiden- und Nussbaumzweigen zusammengesteckt, die uns der Wald für diese schöne Zeremonie geschenkt hat. Sie symbolisiert den Bauch unserer Mutter Erde. In ihrer Mitte ist eine Grube für die Steine, welche im Feuer vor der Hütte rotglühend erhitzt werden.

Diese Steine symbolisieren die Samen der Sonne. Es ist also eine Hochzeit von Sonne und Erde. Die Hütte wird komplett zugedeckt; innen ist es vollkommen finster, nur die Steine glühen rot. Wir gehen gemeinsam hinein. In der Hütte ist ein Ort ohne Raum und Zeit. Wir singen und beten. Auch die Lieder sind Gebete und sie helfen uns, die Hitze zu ertragen. Wenn es einem Teilnehmer zu heiss wird, kann die Tür der Hütte jederzeit geöffnet werden. Es wird öfters frische, kalte Luft hereingelassen. Die Hütte kann jederzeit verlassen werden und auch wieder betreten, dafür bieten sich die Pausen zwischen den Runden an.

Die Zeremonien und Rituale werden von dazu geeigneten Personen in unserer Gemeinschaft  nach Absprache durchgeführt. (Druiden, Ovaten/Goden, Gythia )

Wir feiern die Zeremonie nach den Kreisen der Einweihung

  • 1. Runde:   Ahnen und Elemente
     
  • 2. Runde:   Menschen (Lieder von und für)
     
  • 3. Runde:   Sonne, Mond und  Sterne Gebete und Götterlieder
     

Verbinde dich intensiv mit den Elementen und komme in direkten Kontakt mit deinem innersten Wesen. Das Feuerhaus bietet für solch elementare Erfahrungen eine wunderbare Grundlage.

 

Erde begründet unser Dasein

Wasser formt unsere Träume

Luft setzt unsere Verwandlung in Gang

Feuer bringt unser Wesen sichtbar zum Ausdruck
 

 

1. Runde:   Ahnen und Elemente

Die 1. Runde ist für die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und für unsere Ahnen, die Menschen, die vor uns da waren und für die, welche nach uns kommen werden.

Hier können wir für unsere Ahnen beten und zu den Elementen, um für ihre guten Kräfte zu danken, um Hilfe und Unterstützung zu bitten, um zu geben, abzugeben, was wir nicht brauchen, nicht wollen, oder was nicht gut für uns ist, damit es zurückfließt in den großen Kessel, um neu gemischt zu werden. Auch beten wir darum, unsere guten Kräfte einfließen zu lassen, um Gutes und Schönes zu wirken.

Viele von uns wissen, dass ihre eigenen Elemente nicht im Gleichgewicht sind. Hier ist Gelegenheit, auf sie einzuwirken und sie auszubalancieren.

  • Erde lässt uns sein
    Die Erdenergie lässt unsere Körper wachsen, gedeihen und sich selbst heilen. Sie baut unsere Zellen ständig auf und ab, gibt uns Beweglichkeit und Geschmeidigkeit.
     
  • Wasser ist das Gefühl im Menschen
    Dein Körper besteht zum größten Teil aus Flüssigkeit, die ähnlich wie das Meer, aus dem alles Leben kommt, zusammengesetzt ist. Die Wasserenergie fließt in deinem Körper, reinigt jede Zelle und jedes Organ, transportiert und verteilt Nährstoffe und spült Unnötiges fort. Wasser steht auch für das Erträumen.
     
  • Luft hilft zu verwandeln
    Der Atem ist Lehrmeister. Er lehrt uns den Austausch, zu geben und zu nehmen. Er verbindet alles Lebendige. Die Luft trägt unseren Atem, Sprache und Gesang. Die Luftenergie stärkt, erfrischt und heilt uns.
     
  • Feuer ist deine Bewusstheit
    der elektrische Impuls in deinem Nervensystem.
    Die Feuerenergie hilft dir, alles Unerwünschte und Unechte an dir zu verbrennen.
    Sie hilft, deine Aufmerksamkeit auf Liebe und Herzenswärme zu richten und dich für sie zu öffnen. Feuer steht für das Sichtbarmachen.

Hütte mit Feuerstelle im Vordergrund


2. Runde:   Menschen (Lieder von und für)

Die 2. Runde ist für die Erde und die Menschen, für Midgard. Wir beten für unsere Mutter Erde, richten unsere Gedanken, Gefühle, Sorgen und Wünsche an sie.
Unsere Gebete hier richten sich auch an den menschlichen Geist; sie erreichen unser eigenes, tiefstes Ich und die Geister der anderen, sowie den kollektiven Geist.

Hier singen wir Lieder von und für Menschen und Lieder für Mutter Erde, Gaia und wie immer sie auch genannt wird.

Gerüst aus Weiden- und Nussbaumzweigen


3. Runde:   Sonne, Mond und Sterne, Gebete und Götterlieder

Die 3. Runde ist für die Sonne, Mond und Sterne und für die Göttinnen und Götter, für den kosmischen Aspekt. Dies ist die Runde unserer Gebete und Götterlieder.

Die Anhänger der Hexenreligion sehen göttliche Kraft in drei verschiedenen Zustandsformen wirkend. Da ist zunächst die feinste Ebene, auf der es die göttliche Kraft gibt, die so feinstofflich ist, dass sie mit keinem unserer Sinne wahrnehmbar ist. Sie durchdringt alle Dinge und ist ständig mit uns. Aber in keinster Weise können wir sie erkennen oder gar “verstehen”.Die 2. Ebene ist der Bereich des göttlichen Paares – der Großen Göttin und des Großen Gottes. Hier finden sich alle Eigenschaften und Phänomene in entweder der einen oder der anderen Gottform wieder. Man könnte sagen, dass hier der Bereich der ultimaten Polarität vorliegt.

Auf der 3. und vielleicht uns nächsten Ebene haben wir dann den Bereich der  archetypischen Kräfte, die Kraftformen, die in jedem von uns zu finden sind. Die göttliche Kraft zeigt sich hier in klar beschriebenen, sehr einfachen Formen. Wir können diese Gottformen vielleicht als Inspiration oder Impuls verstehen, der durch die ultimate Gottheit im Menschen wirkt. Der Schamane sieht den “Wohnort” dieser Kräfte in einer rätselhaften Anderswelt, die er auf Trancereisen besuchen kann und die ihrerseits über eine Unzahl verschiedener Ebenen, Länder und Kontinente verfügt. Dabei stehen Zustände und Phänomene dieser Anderswelt in ursprünglicher Beziehung zu den Vorgängen in unserer Welt.

Nach dem hermetischen Grundsatz “Wie oben, so unten”, “Wie innen, so außen” kannst du dir vorstellen, dass eine Begegnung mit den Göttern nicht nur eine Veränderung deiner Umwelt auslösen kann, sondern auch deine Innenwelt verändern wird. Hier ist ein sehr guter Platz für unsere Gebete. Gebet heißt Geben und Bitten, wir geben und wir bekommen.
Wir geben Gutes, einen Teil unserer Kraft, unserer Liebe, guten Willen usw.

Wir geben auch das, was wir nicht mehr brauchen oder wollen, was nicht gut für uns ist, oder uns krank macht. Diese Energien fließen in den Kessel der Göttin  zurück, um neu gemischt zu werden und als neutrale Energie weiter zu fließen.

Die guten Gaben und Wünsche können jedoch schneller und zielgerichteter gewirkt werden.

Unsere Bitten beinhalten das, was wir wirklich wollen, das was wir für uns alle zusammen und für uns im Einzelnen brauchen, wünschen, erhoffen, das was wir für andere bitten, für andere Menschen und für andere Wesen, für unsere Mitbewohner auf dieser Welt und für die Welt selbst.
 

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