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Runen und Runenlieder


Einleitung

Das Wort ”Rune” kommt aus dem Nordischen und bedeutet ursprünglich ”geheimnisvolle Kunde”.
Runen sind Symbole, Laut- und Schriftzeichen der indogermanischen und nordischen Völker vor Übernahme der lateinischen Schreibweise.
Runenbrauchtum ist ursprüngliche, europäische Meditation.
Bei Runenübungen wird durch Körperstellungen in Verbindung mit Bewegung und Runenlauten der magnetisch-ätherische Kreislauf zum Fließen gebracht.
Dadurch wird das Schwingungs- und Kraftfeld des Menschen gestärkt, die Verbundenheit von Körper, Atem und Bewegung erfahren, das körperliche und seelische Gleichgewicht verbessert und eventuell bestehende Blockaden aufgelöst.

Den meistern von uns sind Runen als Symbolzeichen und Alphabet unserer Ahnen bekannt. Wir finden die Runen in Felsen, Waffen, Schmuckstücken und sogar in Fachwerkhäusern eingeritzt.

Die Wissenschaft vertritt vielfach die Ansicht, daß die Runen vor ihrer Verwendung als Schriftzeichen zu magischen Zwecken benutzt wurden. Da sie als götterentstammte Symbole galten, waren sie nicht nur tote ”Buchenstäben, sondern gleichzeitig zeigen sie bis zum heutigen Tag die kosmischen Gesetzmäßigkeiten des Universums. Dieses Runenwissen bezeugt auch die ”Edda”, die einzige, aber leider oft verfälschte schriftliche Überlieferung nordischen Gedankengutes. Nach der dunklen Zeit des Mittelalters mit seinen Hexenverbrennungen begann erst wieder um die Jahrhundertwende mit dem Gelehrten Guido v. List eine mehr und mehr öffentliche Runenarbeit.

Mit dem Nationalsozialismus erlebte die Runentradition wohl ihre schlimmste Zeit, und viele von uns haben heute noch bei diesen alten Heils-Symbolen eher gemischte Gefühle. Eben aus diesem Grunde ist es aber wichtig, sich wirkliche Informationen über dieses Gebiet zu verschaffen. Nicht die Runen selbst sind gut oder schlecht, sondern der Mensch, der die in ihnen enthaltenen Kräfte zu lösen und zu binden weiß.

Die zentrale Idee dieser nordischen Naturreligion ist, daß wir geboren werden, um zu lernen, um Einklang zu finden mit den Erscheinungen dieser Welt und harmonisch mit den Wesen des Mineral-, Tier- und Pflanzenreiches, mit Menschen und Göttern (Geistwesen) zu leben. Dieses Lernen ist ein undogmatischer Prozeß der Erfahrung. Man muß erleben, um zu verstehen, und deshalb sind die Mysterien auch im wahrsten Sinne des Wortes unaussprechlich und nicht an jemanden anderen zu vermitteln. Die Runenübungen sind ein komplettes Meditationssystem mit Runen-Gymnastik (Stadha), Runen-Gebet und Gesang (Galdr), Runen-Tanz (Danza), Körper-Energiezentren (Chakra-Hvel) und Konzentrationsübungen ebenso wie Vertiefung (Trance). Dabei wird große Aufmerksamkeit auf die Feinkraftflüsse kosmischer und tellurischer (von der Erde kommender) Natur gerichtet.

Die Aufnahme und auch das Abstrahlen der Runenkräfte stärkt das bio- elektrischmagnetische Feld der Person oder Gruppe und wird im naturmagischen Brauchtum mit Erfolg zum Heilen (Heil Sein = Ganz Sein) benutzt. Runenarbeit aktiviert auch archetypische Ur-Energien der menschlichen Seele. Allerdings muß man sich darüber im Klaren sein, was man zu tun und zu lassen hat. Dieses Wissen ist nur praktisch zu vermitteln, und man sollte, wie bei allen Dingen, wissen, was und warum man etwas macht. Aus diesem Grunde geben die ”wissenden” Runenmeister Informationen nach alter Tradition nur mündlich weiter.

Historisch gesehen lassen sich die Runen in drei Systeme unterscheiden:

  • das älteste Futhark (24 Runen),
     
  • die angelsächsisch-friesische Runenreihe (33 Runen) und
     
  • den jungen Futhark, der erst etwa 700 n. Chr. entstand und dessen Bedeutung leider meist verfälscht wurde.

Das hier kurz angerissene System repräsentiert nur einen kleinen Teil der Überlieferung unserer Vorfahren, die magisches Brauchtum, Naturreligion und soziale Rechtsordnung in ”Asatru” vereinten. Die Lehren sind in erster Linie religiös und undogmatisch und widmen sich der rnenschlichen Entwicklung durch Runenwissen der traditionellen Runenlehre Asatru.

 

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